“Toxische Männlichkeit ist in meiner Familie ein Ding.”

“Ich bin in Mainz groß geworden und in den Jahren als meine Eltern dort im Nachtleben unterwegs waren, haben sie Freundschaften geschlossen mit Leuten aus der Musikszene, die auch einen afroamerikanischen Background hatten. Viele waren ehemalige GIs, die dann in der Electro-Dance-Szene, Eurodance hieß das damals, sehr erfolgreich waren und als Musiker*innen in der ganzen Welt gespielt haben. Wenn wir Feste gefeiert haben, gab es immer eine Bühne und dann sind beispielsweise The Weather Girls einfach aufgetaucht und haben gesungen. Das war normal. Durch meine Eltern war ich um diese Menschen herum und das hatte einen großen musikalischen Einfluss auf mich. Auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Courage hatte, das Mikrofon auf der Bühne in die Hand zu nehmen.” Elijah Hook, 2022

Am 30. Juni erschien @elijah_hook s Debütalbum ‘Métis’ auf allen Streaming-Plattformen und als Vinyl via Bandcamp. Seine innere Reise, die zu den Songs geführt hat, teilt er mit uns in den #heartxwork Slides.

„Es gibt immer noch zu wenig Frauen*, die die DJ-Tätigkeit ausüben.“

“SLIC Unit steht für ‘Support und radikale Solidarität’, denn im DJ-Game und auch in der Kreativbranche sind Leute oft nett zu dir, weil sie sich einen Benefit davon versprechen oder es strategisch Sinn macht. Mit unserem Kollektiv wollen wir das brechen und nicht nur daran denken: ‘Was bringt mir das’, sondern: ‘Ich mache das jetzt ohne Bedingung und Mehrwert’. Wir haben beschlossen, dass wir eine Support-Gruppe sein wollen. SLIC Unit steht auch für ‘collective joy’, weil zusammen auf Gigs zu gehen, einfach mehr Spass macht. Und wir stehen für ‘collective knowledge’: Wir teilen unser Wissen und unsere Fähigkeiten miteinander, damit wir gemeinsam weiterkommen. Das ganze passiert nicht exklusiv, denn wir möchten auch andere, marginalisierte FLINTA* DJs unterstützen, wo wir können. Es gibt genug Platz für uns alle!” – SENU, 2021

Das DJ-Kollektiv SLIC Unit wurde Anfang 2020 von Jaxx TMS, Nissa, SENU, Slimgirl Fat und Yung Womb gegründet. Seither spielten sie auf der Fusion Plan:et C, dem Kultur Sommer Hamburg 2021 und hatten Gigs auf Festivals wie dem Alvozay Festival, PopKultur Festival, In*Vision Festival, Further Festival, Formation Now** Festival. Sie sind regelmäßige Hosts bei HalfmoonBK, THF und [sic]nal Radio.

Für Upcoming Events gibt es seit kurzem eine SLIC Unit Telegram-Gruppe. Den Link dazu findet ihr in der Bio von SLIC UNIT.

In den #heartxwork Slides sprechen die fünf DJs von SLIC UNIT über die Vorzüge eines Kollektivs.

“Ich versuche mir nicht so hohe Ziele zu setzen.”

„Ich studiere Psychologie, arbeite und mache Musik. Und außer Musik, mache ich nichts von den Sachen für die Sache. Das Studium war ein Kompromiss. Was nervt mich am wenigsten? Was ist irgendwie interessant und ich kann meine Familie damit stillhalten? Dass sie nicht die ganze Zeit fragen, was ich mache. Jetzt kann ich sagen, ich schreibe meine Thesis. Es würde nicht besonders gut ankommen, wenn ich sagen würde, dass ich Sänger bin.“

Meron ist in Darmstadt geboren und aufgewachsen. Musik nimmt er seit 2015 auf. 2019 dann die ersten Videos: ‘Dying of Thirst’ und ‘Weed and Bills’. Meron ist 25 Jahre alt, lebt in Berlin und studiert Psychologie. Nebenbei unterrichtet er Deutsch als Fremdsprache.

Warum Meron sich den Grammy nicht als Ziel setzt, erzählt er in den #heartxwork Slides.

“Ich habe früher Tesafilm um Socken gebunden und damit Fußball gespielt.”

“Der Song ‘Footsteps’ ist über einen Jungen, der von Ghana nach Deutschland gezogen ist und manchmal so darin gefangen war, sich der Gesellschaft anzupassen, dass er vergessen hat, wo er herkommt. Und er musste zurück, um sich wieder zu erinnern. Es geht nicht darum, herauszufinden, wer ich bin. Das weiß ich. Aber manchmal verliert man die Dinge aus den Augen. Ich habe früher Tesafilm um Socken gebunden und damit Fußball gespielt. Diese Art von Kreativität habe ich in Deutschland verloren. Das hat dazu geführt, dass ich nicht mehr an mich geglaubt habe.” – Selassie, 2020
.
.
Selassie ist in Ghana mit seinen Tanten und seiner Oma aufgewachsen. Mit dreizehn ist er nach Kiel gezogen. Zu seiner Mutter. Der in Hamburg lebende Künstler ist nach ihrem Tod letztes Jahr nach Ghana gereist. Im selben Jahr hat er sein erstes Album “Son Of Kafui – Playlist Four Ma Mother” zusammen mit Alexei produziert. .
.
Mehr über @selassiethe1st erfahrt ihr in den #heartxwork Slides.

„Meine erste EP richte ich an Menschen, die in einem ‘Dazwischen’ stecken.” .”

„Ich kam erst als Jugendlicher in Kontakt mit anderen PoCs, die sich intensiver mit ihrer und unserer Geschichte auseinandersetzten. Dieser Austausch regte meinen Wissensdurst an und seitdem lerne ich, was es bedeutet Ich zu sein. Das Bild, das mir lange im negativen Sinne aufgedrückt wurde, repräsentiere ich heute sehr stolz und sehr bewusst.” – @lie__ning, 2020